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Rotation Prenzlauer Berg

Der Hockeyclub im Herzen Berlins

Hockey-Route 54 * Teil XIII: Der lange Weg zum EHF-Club of the Year

Veröffentlicht von Frank Haustein | Abgelegt unter Hockey-Route 54 · Unsere Clubgeschichte, News

Ich bin seit 1965 Mitglied der SG Rotation PB und habe seit 1975 als Mitglied der Abteilungsleitung die Geschicke meines Hockeyvereins mitgestaltet. Die EHF-Auszeichnung als Club of the Year 2016 ist für mich ein emotionaler Höhepunkt meines „Hockeylebensweges“. Wie kam es dazu? Seit der Wiedervereinigung bis zum Jahr 2000 schwankten unsere Mitgliederzahlen immer irgendwie um 150 Hockeyspieler herum. Ende der 1990er-Jahre setzte jedoch eine erkennbare Abwärtsentwicklung im Nachwuchsbereich ein.

In der Feldsaison 2002 hatten wir nur noch 134 Mitglieder, darunter nur noch ca. 40 Kinder und Jugendliche. So konnten wir nur noch 2,5 Nachwuchsmannschaften melden, alle nur „unterklassig“ im Pokalbereich (eine weibliche Jugend-A-Mannschaft, eine halbe Mädchen-A-Mannschaft in Spielgemeinschaft mit der SG Blau-Gelb und eine Knaben-A-Mannschaft mit nur 14 Spielern). Trainer im Nachwuchsbereich waren damals Bettina Haustein, Klaus-Uwe (Matze) Vogel, Benny Vater und Martin Quandt.

Heute, zu Beginn der Feldsaison 2016 sind wir knapp 600 Mitglieder, darunter mehr als 350 Kinder und Jugendliche. Etwa 150 weitere Kinder stehen auf unserer Warteliste.

Aktuell haben wir 25 Nachwuchsmannschaften in allen Altersklassen, männlich und weiblich, am Start. Diese Teams werden von 34 Trainern und Nachwuchsübungsleitern und einem großen Stab ehrenamtlicher Mannschaftsbetreuer gecoacht.

Der Startpunkt für diese Entwicklung lag im Jahr 2002. Am 7. November 2002 gründeten unsere Damenspielerinnen Doreen Mechsner und Dana Busch, sowie die Ergotherapeutin Silke Scholz eine Minigruppe: „Hockey mit den Dubtis“, so bezeichneten wir damals die Gruppe der vier- und fünfjährigen Minis. Ziel war es, im Nachwuchsbereich „ganz unten“ anzufangen und bis zum Jahr 2016 die ersten Kinder aus dieser Trainingsgruppe in unsere Erwachsenenmannschaften zu führen. Tim Stürzl, der 2003 bei den Dubtis anfing, ist heute Stammspieler unserer Herrenmannschaft und zugleich (zusammen mit Freddy Püllenberg) unser Jugendsprecher. Tim personifiziert somit diesen, unseren erfolgreichen Weg.

Dubtis 2002

 

Tim Stürzl 2008 (Turnier in Potsdam)

 

Dieser lange und beharrlich gegangene Weg, musste durch einen Umbau unserer Vereinsstrukturen begleitet werden. Insbesondere galt es, den Aufbau immer neuer Mannschaften personell durch die Gewinnung von Übungsleitern zu sichern. Ende der 1990er-Jahre erkannten wir, dass das mit ausschließlich ehrenamtlichen Übungsleitern nicht zu stemmen ist.

Im Oktober 1999 berieten wir im Vorstand erstmalig das Konzept eines hauptamtlichen Trainers, mussten dieses aber wegen Nichtfinanzierbarkeit vorerst verwerfen.

Seit 2001 unterstützten wir unsere Übungsleiter durch die Zahlung von Aufwandsentschädigungen im Rahmen des sogenannten Übungsleiterfreibetrages.

2006 gewannen wir Robert Kanold als Trainer, zunächst auf Honorarbasis, später als angestellten Trainer. Robert widmete sich neben seiner Trainertätigkeit im Herrenbereich und bei den Minis auch sehr engagiert Fragen der konzeptionellen Arbeit. Er war Leiter der Arbeitsgruppe „Vision 2010“ und forcierte zusammen mit dem Abteilungsvorstand eine langfristig orientierte Arbeit.

2006/07 gewannen wir mit Frank Siejak einen Jugendwart, der die Nachwuchsarbeit weiter ausgestaltete. Auf seine Initiative hin wurde am 3. März 2007 der erste ABRAFAXE-Cup für Minis, D- und C-Kinder ausgerichtet. Dieses Turnier fand in diesem Jahr zum 11. Mal statt.

Weitere Nachwuchsturniere wie der Mosaik-Weltenbummler-Cup seit dem Jahr 2009, das Werner-Schubert-Pokalturnier und der Dubti-Abrafaxe-Cup, beide seit 2010, sind inzwischen fester Bestandteil unseres Terminkalenders.

Doreen Mechsner und Frank Siejak zeigen, wo es lang geht

Diese erfolgreiche Arbeit ist undenkbar ohne das engagierte Mitmachen vieler, vieler ehrenamtlicher Helfer, insbesondere aus der Elternschaft. Ihnen allen gilt unser Dank. Sie sind die Mütter und Väter unserer Auszeichnung als EHF Club of the Year 2016.

Mein großer Respekt und mein Dank gelten meinen Vorstandskollegen, die die Vorstandsarbeit mit bewundernswertem, rein ehrenamtlichem Engagement auf ein sehr professionelles Niveau gehoben haben. Ohne die Professionalisierung der Finanzarbeit, der Arbeit auf dem Gebiet der Sicherung der Bereitstellung von Sportstätten, der Gewinnung und Förderung von Trainern und Nachwuchsübungsleitern, der Gewinnung von Schiedsrichtern, der Öffentlichkeitsarbeit, der Akquise von Spenden und Fördermitteln hätten wir diesen, unseren Weg nicht so erfolgreich gehen können. DANKE.

Jetzt „arbeiten“ wir an der Realisierung unseres 2016 formulierten Planes „Vision 2020“. Hier haben wir unter anderem das Ziel formuliert, dass bis zum Jahr 2020 jeder Geburtenjahrgang, von den Minis bis zu den Jugendlichen, 20 Spieler/-innen umfassen soll.

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Veröffentlicht am 9. Mai 2017 um 13:59 Uhr

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